Sanofi-Aventis
- (de)
Das Unternehmen Sanofi-Aventis ist ein 2004 entstandener französischer-deutscher
Pharma-Konzern. Mit einem Umsatz von 27,311 Milliarden Euro (2005) und
mit mehr als 97.000 Beschäftigten ist er nach Pfizer (USA) und der
britischen Glaxo drittgrößter Pharmakonzern der Welt.

Der französische Pharma-Konzern Sanofi-Synthélabo hatte im April
2004 den französisch-deutschen Konkurrenten Aventis, der wiederum
1999 aus einer Fusion von Hoechst Marion Roussel, vormals Hoechst AG
(Frankfurt am Main), und des französischen Pharma-Konzerns Rhône-Poulenc
(Lyon) entstanden war, mit starker Unterstützung der französischen
Regierung (feindlich) übernommen. Mit der Fusion wurde an der Börse
die Notierung der Aktien des einstmals größten deutschen
Pharmaunternehmens Hoechst-AG beendet.
Der Hauptstandort des neuen Konzerns in Deutschland ist nach wie vor
Frankfurt; vom früheren Sanofi-Synthélabo-Standort in Berlin aus
werden Marketing und Vertrieb geleitet.

Hoechst Marion Russel (inzwischen Teil des Sanofi-Aventis-Konzerns)
verklagte im Frühjahr 2001 gemeinsam mit 38 anderen Pharmafirmen die
südafrikanische Regierung wegen Verletzung des Patentrechts. Sie
hatte 1997 ein Gesetz erlassen, das es erlaubte, AIDS-Patienten mit
billigeren Generika-Medikamenten zu versorgen. Weil sich diese Klage
zu einem internationalen PR-Desaster für die Pharmaindustrie zu
entwickeln drohte, wurde sie am 19. April 2001 zurückgezogen.
Aids-Aktivisten hatten den Pharmafirmen vorgeworfen, Profite vor
Menschenleben zu stellen.