Lafarge
S.A. - (de)
Lafarge SA ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Firmensitz in
Paris, Frankreich. Lafarge ist der führende Baustoffhersteller der
Welt. In Deutschland sind die Hauptverwaltungen der operativen
Gesellschaften in Oberursel ansässig.
Die Gruppe ist in vier Geschäftsbereiche (Divisionen) gegliedert:
Zement, Beton und Zuschlagstoffe, Dachbaustoffe und Gips. Sie ist in
76 Ländern präsent. 2005 betrug der Umsatz 16 Milliarden €, davon
48% mit Zement, 34% mit Beton, 9% mit Dachbaustoffen und 9% mit Gips.
Die Gruppe beschäftigt weltweit ca. 80.000 Menschen, 3.500 davon in
Deutschland, wo in 34 Werken produziert wird.

Lafarge ist an den Börsen in Paris (Euronext) und in New York (New
York Stock Exchange) gelistet und Mitglied im Euro Stoxx50 Index.
Geschichte
1833 wurde die Firma von Léon Pavin de Lafarge gegründet. Die Fabrik
baute feuerfeste Steine in einem Steinbruch an der Ardèche ab.
1864 liefert Lafarge 110.000 Tonnen Kalkstein zum Bau des Suez-Kanals.
1931 erweitert Lafarge seine Tätigkeit um den Geschäftsbereich Gips.
1939 ist Lafarge der größte Zementhersteller Frankreichs.
1956 errichtet Lafarge sein erstes Zementwerk in den USA und gründet
Lafarge Cement of North America.
1980 findet die Fusion mit der belgischen Coppée statt, neuer Name
ist Lafarge Coppée.
1994 Gründung erster Geschäftsaktivitäten in China.
1997 steigt Lafarge mit der Übernahme der britischen Redland in das
Geschäft mit Dachbaustoffen ein.
2000 Lafarge schließt mit der Naturschutzorganisation WWF eine
Partnerschaft und startet ein weltweites CO2-Klimaschutzprogramm.
12. Juli 2001 wird Lafarge mit der Akquisition von Blue Circle
Industries der größte Zementhersteller weltweit.
29. Juni 2004 beschließt Lafarge eine Verdoppelung der
Produktionskapazität ihres Werkes in Dujiangyan auf 2,4 Mio. Tonnen
pro Jahr.
11. August 2005 Mit der Shui On Construction, einem chinesischen
Zementhersteller, wird ein Partnerschaftsvertrag unterschrieben und
die Lafarge Shui On Cement gegründet.

Im November 2005 akquiriert das Unternehmen einen Wettbewerber im Südwesten
Chinas und kündigt weitere Investitionen an mit dem Ziel eine jährliche
Produktionskapazität von 21 Millionen Tonnen Zement zu erlangen.
Damit gehört das Joint Venture zu den drei größten
Zementherstellern in China.
1. Januar 2006 Bruno Lafont wird zum neuen CEO von Lafarge berufen.
22. März 2006 Gemeinsam mit der École des Ponts und École
Polytechnique gründete Lafarge den weltweit ersten Lehrstuhl für
Nachhaltige Konstruktion im Fachbereich Materialwissenschaften.
Die Gruppe
Die Lafarge-Gruppe betreibt weltweit rund 2.100 Werke und
Produktionsstätten. Seit 1997 haben sich Umsatz, Betriebsergebnis und
Belegschaft der Gruppe verdoppelt.
Lafarge betreibt weltweit ein Netzwerk von Forschungs- und
Entwicklungseinrichtungen mit insgesamt 500 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern. Mit führenden Universitäten und
Forschungseinrichtungen in den USA, Frankreich und der Schweiz
bestehen Kooperationsvorhaben.

Das Unternehmen legt auf eine nachhaltige Entwicklung großen Wert.
Neben einer globalen Partnerschaft mit der Naturschtzorganisation WWF
hat die Gruppe globale Partnerschaften mit CARE und Habitat for
Humanity, geschlossen. Lafarge ist weiterhin Mitglied in der Global
Business Coalition on HIV/AIDS und im World Business Council for
Sustainable Development(WBCSD) für nachhaltige Entwicklung. Anfang
2006 wurde das Unternehmen zum zweiten Mal in Folge in die Liste der
Global 100 aufgenommen, die die weltweit 100 nachhaltigsten
Unternehmen auflistet.
Weltweit gehören bedeutende Marken zum Produktportfolio von Lafarge.
In Deutschland gehört beispielsweise die sehr bekannte Marke Braas
dazu, die Dachsysteme aus Dachsteinen und Dachziegeln anbietet.