Lola - (de)
Lola bezeichnet einen englischen Autohersteller. Seit den 1960er Jahren
wurden mit wechselndem Erfolg und Unterbrechungen Rennwagen vor allem für
die Formel 1 und die Formel 2 (später Formel 3000) hergestellt.
Lola startete im Jahre 1967 (1 Rennen) mit einem BMW-Motor unter dem
eigentlichen Firmennamen Lola Cars Ltd. auf dem Nürburgring zum ersten
Grand Prix als eigenständiges Team. Erst im Jahre 1993 trat Lola wieder
mit einem eigenen Team, diesmal unter dem Namen Lola BMS Scuderia Italia
(einem Zusammenschluss italienischer Investoren) und ausgerüstet mit
Ferrari-Motoren an. Dies war die mit 14 Rennen längste Formel-1-Saison
eines Lola-Teams, welche mit den beiden italienischen Fahrern Michele
Alboreto und Luca Badoer aber leider erfolgs- und punktelos verlief. Das
bei Dallara gefertigte Chassis war extrem übergewichtig und lag rund drei
Jahre hinter dem damaligen technischen Entwicklungsstand zurück.

1997 scheiterte ein erneuter Eintritt in die Formel 1 (diesmal mit
Ford-Motoren) als die beiden Piloten, Ricardo Rosset und Vincenzo Sospiri,
zum Start der Saison in Melbourne die 107%- Qualifikationsmarke nicht
erreichen konnten und damit in den darauf folgenden Wochen offenbar
Sponsorengelder ausblieben. Bereits zuvor hatte es massive Unstimmigkeiten
mit dem Hauptsponsor MasterCard gegeben. Teameigner Eric Broadley musste
daraufhin sein Werk verkaufen.

Die von Lola entwickelten und gebauten Rennwagen hingegen haben bis heute
158 GPs bestritten (das erstemal 1962), jedoch bis auf 16 Rennen nie unter
dem eigenen Namen. In der Formel 1 nutzten unter anderem Honda (1967-68, 4
Rennen, 1 Sieg, 13 Punkte mit John Surtees) und Larousse (1987-1991, 17
Punkte) Chassis von Lola.